Beethoven und das Geld

"Alle Noten bringen mich nicht aus den Nöthen!!"

Lebenshaltungskosten in Beethovens Wien

Ausgaben für Lebensmittel

Nach zwei vorausgegangenen Missernten erreichte die extreme Inflation und Teuerung 1817 einen zweiten Höhepunkt. Viele Lebensmittelpreise hatten sich erneut verdoppelt oder sogar verdreifacht. Auch der Wiener Kongress hatte Unsummen verschlungen. So erstaunt es nicht, dass Beethoven im Juni 1815 gegenüber Johann Peter Salomon die Befürchtung äußerte, "daß mein Gehalt zum 2tenmal zu Nichts werde". Die Börse notierte zu der Zeit einen Wechselkurs von 100 Gulden C.M. zu 400 Gulden 50 Kreuzer W.W. Erst in späteren Jahren, um 1820, stabilisierte sich der Kurs bei 100 : 250.

Zwei Blätter aus einem Haushaltsbuch
Groschen avers
Groschen revers

Aufgrund seiner finanziellen Engpässe und des zunehmenden Misstrauens, welches durch seine Taubheit verstärkt wurde, zwang Beethoven seine Haushälterinnen, über alle Besorgungen Buch zu führen. In diesen Haushaltsbüchern wurden sowohl die einzelnen Posten als auch die dafür ausgegebenen Beträge verzeichnet. Beethoven kontrollierte die Auflistungen, vermerkte, wie viel Geld er seiner Haushälterin gegeben und was er zurückerhalten hatte und strich die Seite schließlich durch, zum Zeichen, dass sie bereits geprüft worden war.